Führung durch die Sonderausstellung "Manfred Scharpf. Blind Date mit den Farben des Lebens" mit
Dr. Matthias Scherbaum am 23. und 30. August, jeweils 15.00 Uhr.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 15 Personen. Bitte melden Sie sich vorher telefonisch an der Museumskasse (0951 502 2515) an.

Im Museum und während der Führung ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

 

Sonderausstellung

15. Mai bis 6. September 2020

Manfred Scharpf

Blind Date mit den Farben des Lebens

Die Werke von Manfred Scharpf gelten als Solitäre der Kunst. Sie zeichnen sich durch sein meisterliches Spiel zwischen Vergangenheit, Tradition und Moderne aus.

Seit Jahrzehnten ist es ihm ein Anliegen, in seinen Gemälden auf den Wert der Empathie aufmerksam zu machen, dem Bindemittel menschlichen Zusammenlebens – in den heutigen, krisengeschüttelten Zeiten ist dieses Thema aktueller denn je! Seine Intention ist ferner, die positiven Errungenschaften und Erfahrungen der Vergangenheit mit den Erkenntnissen der Gegenwart in Einklang zu bringen und damit für eine lebenswerte Zukunft zu werben.

In seinen jüngsten Arbeiten thematisiert er daher das Geheimnis von Schicksal und Glück, die, einem unbekannten Urgrund der Existenz entstammend, vergleichbar sind mit dem dunklen Glück im Bauch der Mutter – oder der Schwärze im Zentrum der Sonne, die das Licht aussendet und die Farben der Welt erglühen lässt, wenn es auf uns Menschen trifft. Dunkelheit ist, so Manfred Scharpf, die schöpferische Voraussetzung und Wiege der Welt wie des Glücks. Somit steht das Schicksal – griechisch ‚Tyche‘, lateinisch ‚Fortuna‘ – im Zentrum seiner aktuellen Gemälde wie Tyche und Eros oder Fortuna im Baum, das einen realen Astabbruch zeigt, dessen Bruchstelle die Formen einer gotischen Madonna aufweist.

In seinem jüngsten Zyklus zeigt Manfred Scharpf uns den schöpferischen Grund des Lebens mit dem Reichtum seiner Pigmente. Diesmal begab er sich zu den Anfängen der Zivilisation, zu den Menschen der Eiszeit, des Gravettien (jüngere Altsteinzeit), in Pavlov/Tschechien, deren Spuren 27.000 Jahre in tiefen Löss-Schichten schlummerten. Angeregt von den einzigartigen Funden, verbindet er das uralte archaische Wissen mit dem unserer Zeit und die Erden aus den Grabungen der Paläontologen auf seinen Bildern mit Motiven des JETZT. Dabei geht es ihm nicht um die musealen Fundstücke dieses „New Yorks der Eiszeit“ und seinem „Kalender der Jahrtausende“, sondern darum, aus seinem kulturellen Erbe die wertvolle Botschaft herauszulesen, die es uns vermitteln könnte. Auch in Pavlov blieb der Maler seinem Grundsatz treu, Vergangenheit und Gegenwart so zu verbinden, dass eine Brücke über den Strom der Zeit entsteht.

Neben ungewöhnlichen, poppig erscheinenden Gemälden, die in Kooperation mit dem Streetart-Künstler DenEnd (Denis Lacroix) entwickelt wurden, treten Werke, die in intensiver Auseinandersetzung mit Künstlern und Kunstwerken, die zu den Ikonen der Kunstgeschichte gehören, entstanden sind: Dazu zählt das Diptychon Nefertiti – die Schöne kommt!, das auf einer Tastskulptur für Blinde der berühmten Nofretete-Büste im Neuen Museum in Berlin basiert und visualisiert, wie sich unter den Fingerspitzen der kleinen Tochter des Malers Farbtropfen bilden und wie sich nach und nach die gesamte Skulptur in ein Feld unzähliger Farbnuancen verwandelt. Salvator Mundi – der verschollene Christus stellt hingegen einen Rekonstruktionsvorschlag eines heute verschollenen Christusgemäldes von Leonardo da Vinci (1452–1519) dar, an dessen Werke, Gedanken und Traktate Manfred Scharpf , fünfhundert Jahre danach, anschließt, dabei aber auch das zeitgenössische Wissen der Psychologie wie auch seine eigene Welterfahrungen einbezieht.

 

Kunst und Kultur

Museen um den Bamberger Dom

In nur wenigen Laufmetern Entfernung und rings um den 1000-jährigen Dom gelegen, versammeln sich in der Welterbestadt Bamberg höchst faszinierende Museen und Kulturinstitutionen mit hochrangigen Schätzen.

Diözesanmuseum, Historisches Museum, Staatsgalerie, Prunkräume der Neuen Residenz, Staatsbibliothek

www.domberg-bamberg.de

Die nächsten Kunstsnacks am Domberg

Kunstsnacks in der Mittagspause

Beginn: 12.30 Uhr
Dauer: 25 Minuten
Treffpunkt: Museumskasse
Anmeldung: nicht erforderlich
Preis: regulärer Eintritt oder Dombergticket

Nächster Kunstsnack:

 

 

Museen brauchen Freunde

Freundeskreis der Museen um den Bamberger Dom

Werden Sie Freund oder Förderer: https://www.domberg-bamberg.de/freundeskreis/

Aktuelle Meldungen

  • 22.06.2020

Das Original der Weiheinschrift kehrt nach Bamberg zurück und wird ab Ende September im Diözesanmuseum Bamberg in einem Exkurs der Kaisergewänder-Ausstellung zu sehen sein, in dem an die Ereignisse des Papstbesuchs vor 1000 Jahren erinnert wird.

  • 25.05.2020

Am Sonntag, den 17. Mai, war Internationaler Museumstag, und das Diözesanmuseum Bamberg war das einzige der Bamberger Museen, das an diesem Tag bereits wieder geöffnet hatte. Es konnten zwar keine Führungen für Erwachsene und Bastelaktionen für Kinder angeboten werden, dennoch konnte sich das Museum eines erfreulichen Zuspruchs erfreuen: Knapp 60 Besucherinnen und Besucher suchten zwischen 12 und 17 Uhr das Museum auf. Wer an diesem Tag das Diözesanmuseum besuchte, konnte dort den Künstler Manfred Scharpf persönlich mit seiner Familie antreffen.

  • 14.05.2020

Bamberg kommt in den Genuss, gleich 20 überwiegend neue, großformatige Bilder des Künstlers Manfred Scharpf bewundern zu können: Seit Freitag ist das Diözesanmuseum mit dieser Sonderausstellung wieder geöffnet.

Preise und Öffnungszeiten

Eintrittspreise

  • Erwachsene: 4,00 € 
  • Ermäßigt: 3,00 € 
  • Kinder bis 15 Jahre in Begleitung der Eltern: frei
  • Familienkarte: 6,00 € für 2 Erwachsene und
    2 Kinder oder 3,00 € für 1 Erw. und 2 Kinder
  • Schüler im Klassenverband: 1,00 €
  • Führungen für Gruppen bis 25 Personen:
    40 Euro zusätzlich zum erm. Eintrittspreis
  • Domberg-Ticket: 12,00 € 

Bei uns können Sie selbstverständlich auch mit EC-Karte bezahlen.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
10 bis 17 Uhr

Auch geöffnet am Ostermontag, Weißen Montag und Pfingstmontag!

Schließungszeiten

  • Faschingsdienstag
  • Karfreitag
  • 24./25./31. Dezember 

Winterschließung vom 11.01. bis 09.02.2021

 

Domführungen

Öffentliche Führungen bis Ende Juli täglich nur um 14 Uhr!

Bei uns erhalten Sie auch Karten für Domführungen (von April bis Oktober immer montags bis samstags um 10.30, 14.00 und 15.00 Uhr, an Sonntagen um 14.00 Uhr; von November bis März montags bis samstags um 10.30 und 14 Uhr, sonntags nur um 14 Uhr)

  • Erwachsene: 5,00 €
  • Ermäßigt: 4,00 €
  • Kinder in Begleitung der Eltern: frei 

Information und Gruppenangebote:

Domtouristik Bamberg, Tel. 0951 502 2512 oder www.bamberger-dom.de

 

Publikationen und Geschenke

  • 23.06.2015

Erweiterte, aktualisierte und vollständig überarbeitete Neuauflage des seit mehreren Jahren vergriffenen Bandes „Die Bamberger Erzbischöfe. Lebensbilder“ aus dem Jahre 1997. Erhältlich im Shop des Diözesanmuseums zum Preis von € 49,95.

  • 22.06.2015

Mit der Gründung des Klosters Michaelsberg 1015 durch Kaiser Heinrich II. und Bischof Eberhard I. wurde nicht nur das erste Kloster im noch jungen Bistum Bamberg gegründet, sonder auch einer seiner bedeutendsten Kulturträger. Der Begleitband zum Bamberger Ausstellungsprojekt thematisiert die vielfältigen Facetten der 1000-jährigen Geschichte des Michaelsberg und analysiert u. a. die Gründungszeit des Klosters und seine frühe Urkundenüberlieferung, die Handschriftenbestände der Klosterbibliothek und das Wirken der Mönche im Skriptorium. Erhältlich im Museumsshop zum Preis von 49,95 Euro.

  • 01.06.2015

Der Dom und seine Umgebung sind zentral für das Stadtdenkmal Bamberg. In der Reihe "Die Kunstdenkmäler von Bayern" ist nun der Band "Das Domstift" erschienen. Die zweibändige Publikation widmet sich der Baugeschichte des Doms und seiner Ausstattung sowie dem Domschatz. Herausgeber: Landesamt für Denkmalpflege Band 2 - Domberg, Teilband 1: Das Domstift (2 Bände) erhältlich für 98,00 Euro im Museumsshop.

Multimedia

Untersuchung des Kunigundenmantels

Filmbeiträge